Bei der regulären Verzahnung beißen die bukkalen (zur Wange gewandten)
Höcker der Unterkieferseitenzähne mittig zwischen die Höcker der
Oberkieferseitenzähne. Analog treffen die Schneidekanten der Unterkieferfrontzähne
auf die palatinalen Flächen der Oberkieferfrontzähne.
Anschaulich macht das normale Größenverhältnis Oberkiefer zu
Unterkiefer der Pantoffelvergleich: der Fuß (= Unterkiefer) passt in den Pantoffel (= Oberkiefer) hinein.
Beißen nun Höcker auf Höcker, spricht man von einem Kopfbiss; beißen die bukkalen Höcker der
Unterkieferseitenzähne seitlich an den bukkalen Höckern der Oberkieferseitenzähne vorbei, liegt ein
Kreuzbiss vor. Beißt der Unterkieferseitenzahn
komplett am Oberkieferseitenzahn vorbei, spricht man von einem Scherenbiss.
Analog gibt es bei den Schneidezähnen den frontalen Kopfbiss
(Schneidekante auf Schneidekante) und den frontalen
Kreuzbiss (Unterkieferschneidezähne stehen vor den Oberkieferschneidezähnen).
Sehr häufig treten Kreuzbisse bei behinderter Nasenatmung auf. Auch gestörte Muskelfunktionen,
Narben und die Lage und Bewegung der Zunge, können eine Rolle spielen, da der ganze Gesichtsschädel
von der Schädelbasis „angesteuert“ wird. D. h., hat jemand eine Verschiebung von Schädelbasisknochen,
so muss der gesamte Gesichtsschädel darauf rein biomechansich folgen. Folgen sind asymmetrische Entwicklungen und
Positionen von den Knochen, und daraus unabdingbar von Muskeln, Bändern und Höhlen des Gesichtschädels.
Kreuzbisse sollten schon sehr früh behandelt werden. Die Ursachen und Therapiebedürftigkeit sollten von einem
Kieferorthopäden abgeklärt werden.
Quelle:
Wikipedia